Unterschirftenaktion

Innenstadtprägender Bau aus den 1980-er Jahren

2363-mal Ja zum Erhalt der Northeimer Stadthalle

Northeim. Sie befürchten die Schließung des Veranstaltungs- und Konzerthauses in der Innenstadt, die Mitglieder des Vorstands des Kulturrings Northeim. Aber nicht nur sie. Mit ihnen sprachen sich jetzt 2363 weitere Menschen aus Northeim und Umgebung für den Erhalt des innenstadtprägenden Baus aus den 1980-er Jahren aus.

© HNA/Gödecke

Ein Ordner voll: Im Arbeitszimmer von Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser (Mitte) übergaben Wolfram Schmidt (links) und Hans Harer vom Konzertring Northeim 2363 Unterschriften zum Erhalt der Stadthalle.

Anfang März hatte der Konzertring, der in der Stadthalle seine sechs Konzerte veranstaltet, die Unterschriftenaktion gestartet. Seitdem lagen die Listen während vieler Veranstaltungen, aber auch in Apotheken und Arztpraxen aus. Jetzt zählten Kulturringchef Hans Harer und sein Vorstandskollege Wolfram Schmidt zusammen und kamen auf 2363 Signaturen für den Hallenerhalt.

Den Ordner mit den Listen übergaben Harer und Schmidt jetzt an Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser. Dabei ließen sie die Gelegenheit nicht verstreichen, noch einmal auf die aus ihrer Sicht zwingende Notwendigkeit der Halle mit ihrer laut Harer hervorragenden Akustik für das kulturelle Leben der Stadt hinzuweisen.

In der Stadthalle liefen nicht nur klassische Konzerte, sondern auch die musikalischen Abende des Gymnasiums, die Traditionsveranstaltung „Northeim in Concert“ der Musikfreunde, andere volkstümliche Konzerte, Veranstaltungen des Chorverbandes und auch die Neujahrs- beziehungsweise Frühjahrsbälle.

Harer: Sporthalle kein Ersatz

Der Neubau einer Multifunktionshalle, wie sie als Ersatz für die Schuhwall-Sporthalle derzeit im Gespräch ist, stelle für die Stadthalle keine Alternative dar. Harer: „Hier würden klar sportliche Belange dominieren. Dann dort einfach für ein Konzert einen Flügel hineinzustellen, das geht nicht.“ Die Aufgabe der Stadthalle würde zudem eine Ruine in der Stadtmitte hinterlassen, ergänzte Schmidt.

Bürgermeister Tannhäuser sagte zu, die Eingaben der Bürger ernst zu nehmen. Er wies jedoch auch auf den Sanierungsstau der Halle hin. Allein für die Sicherstellung des Brandschutzes müssten 500 000 Euro aufgebracht werden. Weitere Investitionen in die Technik, den Saal und Nebenanlagen seien jedoch nötig

Trotzdem gehöre die Stadthalle zu den Top-Zukunftsthemen, denen sich Rat und Verwaltung kurzfristig anzunehmen hätten, sagte Tannhäuser. Bis Ende April 2015 könne die Halle noch im jetzigen Zustand betrieben werden, führte der Verwaltungschef aus, bis dahin müsse eine Lösung gefunden sein, wie die kulturelle Zukunft in Northeim aussehen soll. (goe)

 

HNA 24.5.2014